Kranke Triathleten!

Im heutigen Blog schreibt unser Triathlet Christian über sein Krankheits- und Verletzungspech der vergangenen Wochen!

Eins ist doch klar: Im Leben braucht man Ziele! Manchmal fragt man sich aber dann doch warum man sich eigentlich Ziele setzt, wenn einem das Leben dann immer wieder „einen Strich durch die Rechnung“ macht.

So ist es auch bei mir wiedermal, setzte ich mir für 2013 doch nach meinem Debakel bei der Ironman European Championship 2012 in Frankfurt am Main ein ganz klares Ziel: Start beim Ironman in Nizza – worauf auch die ganze Vorbereitung ausgelegt war und ist. Das Ziel war und ist dabei nicht etwa einmal mehr zu finishen, sondern endlich mal zu zeigen was ich wirklich über die Langdistanz drauf habe; ganz nach dem Motto: „Ich fahr da nicht hin um zu verlieren!“. Dieses Ziel konnte ich mir ja schließlich nach dem ersten krankheits- und verletzungsfreien Winter seit etwa 8 Jahren auch ganz realistisch setzen. Im Winter konnte ich einige ruhige Lauf-Kilometer sammeln ohne meinen Körper zu überfordern und mit nur ein bis maximal zwei Laufeinheiten pro Woche war bei meinem einzigen Wettkampf-Start seit Ende August 2012 beim Silvesterlauf in Wels sogar eine 19er Zeit über 5km drin. Zudem kamen Trainingseinheiten die so gut liefen wie nie, beispielsweise eine LOCKERE 15km-Laufeinheit bei der das Tempo schneller war als das meiner aktuellen Halbmarathon-Bestzeit. Auch auf dem Rad hatte ich hunderte ruhiger und guter Kilometer gesammelt und komplettierte des „Triathlon-Training“ mit einer Umstellung meines Schwimmtrainings. Beim Schwimmen habe ich die Einheiten in einem allgemein höheren Tempo durchgeführt und weniger Wert auf den Fettstoffwechsel gelegt als in den Vorjahren, nachdem die erste Disziplin ja durchweg mit Kohlehydrate absolviert werden kann. Das Ziel, mindestens eine TOP-3-Platzierung beim IM Nizza, war daher völlig klar für mich und absolut realistisch!

Soweit so gut. Nur blöd, wenn man dann die erste 20km-Laufeinheit macht und ausgerechnet dabei vom Rückfußläufer zum Vorfußläufer „mutiert“. „Natural Running“ ist ja grad voll angesagt und soll ja richtig gesund sein. Gesund für die Bilanzen einiger Laufschuhersteller sicherlich, für meinen überlasteten Fuß allerdings nicht. Was aus dieser tollen Einheit hervorging war nicht etwa ein super starker Fuß wie in der Werbung versprochen, sondern eine Knochenhautentzündung. Sicherlich mag was dran sein am „Natural Running“ – aber es ist mit Vorsicht zu genießen! Zu Beginn konnte ich grad noch so von der Couch zu den Eisbandagen im Tiefkühlfach humpeln, aber es ging stetig bergauf. Bald war auch schon wieder eine kurze Fahrrad-Ergometer-Einheit möglich, schwimmen noch nicht. Aber am Handkurbler im Studio konnte ich das bald auch wieder ganz gut ausgleichen. Und so stand das neue Ziel auch schon fest: Meinem Körper alles geben was er benötigt, um schnell wieder 100% gesund und trainingsbereit zu sein.

Soweit so gut. Nur blöd, dass Frau Holle den Frühlingsanfang irgendwie verpennt hat und der Winter nicht aufhören will. Bei etwa 0°C Ende März lieb mir wohl nichts anderes übrig, als einfach mitzumachen bei der aktuellen Grippe-Welle – wer will denn schließlich auch ein Außenseiter sein? Und so liege ich nun seit knapp zwei Wochen wieder auf der Couch, erhole nicht nur mein seit Wochen entzündetes Schienbein sondern auch meinen kompletten restlichen, grippeinfizierten Körper. Neues Ziel ist also das alte Ziel, wieder 100% gesund zu werden – nur eben wieder ganz von vorne; Als IRONMAN gebe ich doch nicht auf, nur weil solche Gedanken manchmal durch den Kopf schießen.

Die Zeit tickt dahin und das angestrebte Ziel kommt eigentlich immer näher, aber komischerweise ist es mit Zielen ja immer so eine Sache: denn manchmal entfernen sich die Ziele gleichzeitig auch in unerreichbare Höhen, obwohl sie einem zeitlich immer näher kommen.

Aber so ist das Lebe, manchmal passt man nicht auf und man fällt hin. Manchmal wird einem auch einfach der Fuß gelegt und liegt deswegen am Boden. Aber das Leben ist viel zu kurz um nur eine Sekunde liegen zu bleiben, und so gibt’s jetzt auch gleich ein neues Ziel: So fit wie irgendwie möglich an den Start gehen, beim IM Nizza, und dann der Welt zeigen, was mit meiner Willensstärke machbar ist.  Realistisch? Eigentlich egal, denn bis dahin wird sich mein Ziel bestimmt noch das ein oder andere mal ändern.

In diesem Sinne wünsche ich auch Dir beim verfassen, verfolgen und… verwerfen der Ziele im Leben viel Spaß 😉

P.S. Zum heutigen Zeitpunkt darf ich wieder auf der Couch liegen – aber dieses mal mit Muskelkater durch die ersten Trainingseinheiten nach der langen Auszeit.

Danke Christian!

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One comment

  1. Ich weiss wohl keineswegs mehr korrekt, auf welche Art ich auf ebendiese Internetseite gelangt bin, dennoch ist der Gegenstand wahrhaftig ungemein
    faszinierend und sympathisch. Das Seitenlayout gefällt mir ebenso sehr gut.
    Ich selbst schicke dir vielerlei liebe digitale Grüsse
    🙂

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